+49 511 655077625

Sonderurlaub bei Umzug

Habe ich einen Anspruch auf Sonderurlaub bei einem Umzug?

Im Gegensatz zum normalen Urlaub, besteht kein Anspruch auf Sonderurlaub beim Umzug laut Bundesurlaubsgesetz (BurlG) und Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB).

 

 

Bezahlter Sonderurlaub wird in der Regel nur bei Todesfällen von Verwandten, bei Geburt des eigenen Kindes oder für die Betreuung des eigenen kranken Kindes unter 12 Jahren, falls keine andere Betreuungsperson verfügbar ist, gewährt. Leider gehört ein privater Umzug meistens nicht zu den Fällen wo ein Sonderurlaub genehmigt wird.Dies ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und kann meistens im Arbeitsvertrag nachgeguckt werden.

 

Auch wenn Sie vertraglich keinen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub beim privaten Umzug haben, sollten Sie dennoch ihren Vorgesetzten darauf ansprechen und einen Antrag einreichen. Je nachdem wie ihr Arbeitgeber oder Vorgesetzter eingestellt ist, könnten Sie trotzdem eine Genehmigung für einen Sonderurlaub bekommen. Im Endeffekt kommt es auch auf ihre Arbeitsleistung, die derzeitige Arbeitslage und ihrem Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten an. So kann es sein, dass ihr Vorgesetzter ihnen etwas entgegenkommt und wenn auch nicht den ganzen Tag, wenigstens den halben Tag frei gibt.

 

Es ist nicht vorgeschrieben wie lang ein gewährter Sonderurlaub gehen muss. Die gängigste Praxis ist es einen Tag Sonderurlaub bei Umzügen innerorts und zwei Tage Urlaub bei Umzügen außerorts zu geben.

 

Es gibt jedoch Ausnahmen zu diesen Regeln. Wenn ein Umzug nicht privat, sondern betrieblich bedingt ist, hat der Arbeitnehmer in der Regel einen Anspruch auf Sonderurlaub. Dies könnte ein Standortwechsel des Unternehmens sein oder die Versetzung des Arbeitnehmers an einen anderen Standort. Der Sonderurlaub ist hierbei wieder ein bis zwei Tage, je nach Unternehmen und Arbeitslage.

 

Falls Sie keine Genehmigung erhalten und sonst auch keine anderen Möglichkeiten haben den Umzug durchzuführen, müssen Sie wohl oder übel Urlaub beantragen. Es ist nicht wichtig aus welchem Grund Sie einen Urlaub beantragen, der Arbeitgeber ist verpflichtet ihnen mitzuteilen ob der Urlaub genehmigt wurde und falls nicht, aus welchem Grund er nicht genehmigt wurde.

 

Versuchen Sie offen mit ihren Vorgesetzten über ihr Vorhaben zu reden, meistens gibt es eine zufriedenstellende Einigung für beide Seiten.

Hinterlasse einen Kommentar